US-Präsident George W. Bush hat angekündigt, in baldiger Zukunft einen Sonderbotschafter nach Nordkorea zu entsenden. In einem Telefongespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-jung begrüßte der US-Präsident den begonnenen Wiederaufbau innerkoreanischer Verkehrsverbindungen. Bush sagte darüber hinaus, dass die US-Regierung mit Nordkorea, anders als mit dem Irak, alle anstehenden Probleme durch den Dialog beseitigen wolle. Dies wolle er die südkoreanische Bevölkerung wissen lassen, hieß es weiter. Die beiden Staatsoberhäupter bewerteten die Fortschritte in den Dialogen zwischen beiden Koreas und zwischen Nordkorea und Japan sehr positiv. Sie waren sich darin einig, dass weitere wesentliche Forschritte in den Beziehungen zu Nordkorea nur durch einen entscheidenden Durchbruch in die koreanische Halbinsel betreffenden Sicherheitsfragen erreicht werden können. Kim und Bush verständigten sich zum Abschluss des Gesprächs darauf, im nächsten Monat am Rande der APEC-Konferenz in Mexiko zu einem Gipfelgespräch zusammenzukommen. Sie wollen jedoch gleichzeitig die Möglichkeit eines Dreiländer-Gipfels mit Japan überprüfen, um die Nordkoreapolitik der drei Länder koordinieren zu können.