Die südkoreanische Regierung will durch internationale Organisationen Nordkorea helfen.
Einer Regierungsquelle zufolge will Seoul für Hilfsprojekte des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und einer weiteren Organisation in Nordkorea mehrere Millionen Dollar aus dem Fonds für innerkoreanische Zusammenarbeit bereitstellen.
Damit würden medizinische Hilfsprogramme sowie die Nahrungsmittelhilfe für Säuglinge und Kleinkinder gefördert. Die Regierung werde offenbar noch diese Woche das zuständige Gremium einberufen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen, hieß es.
Südkorea hatte seit Mitte der 90er Jahre Hilfsprogramme durch die UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WTO) in Nordkorea finanziell unterstützt. Auch im Jahr 2008, dem ersten Jahr nach dem Amtsantritt der Lee Myung-bak-Regierung, hatte der Süden für diesen Zweck knapp 16 Millionen Dollar gezahlt. Im laufenden Jahr brach Seoul jedoch nach Pjöngjangs Raketenstarts und Atomtest im Frühling die indirekte Hilfe faktisch ab.