Der südkoreanische Rotkreuzverband will auch vor der Wiederaufnahme innerkoreanischer Regierungsgespräche weitere Familienzusammenführungen vorantreiben.
Das sagte Präsident Yoo Jong-ha gegenüber der Nachrichtenagentur Yonhap.
Es sei dringend erforderlich, den in Süd und Nord getrennt lebenden Koreanern in hohem Alter vor dem Tod das Wiedersehen mit ihren Angehörigen zu ermöglichen. Diese Frage sollte getrennt vom politischen Dialog auf Regierungsebene behandelt werden, hieß es.
Das Rote Kreuz prüfe derzeit Zusammenführungen zum Neujahresfest nach dem Mondkalender, wenngleich hierzu noch nichts entschieden sei, sagte Yoo weiter. Damit weckte er die Hoffnung auf erneute Familientreffen in naher Zukunft.
Die einzige Familienzusammenführung seit dem Amtsantritt der derzeitigen Regierung in Südkorea kam im vergangenen Herbst zustande. Weitere Treffen scheiterten an Differenzen zwischen Seoul und Pjöngjang über Nordkoreas Forderung nach humanitärer Hilfe.