Nordkorea und die USA haben bei ihren Gesprächen in den letzten drei Tagen zwar keine Einigungen erzielt, waren sich jedoch prinzipiell darin einig, ihre Gespräche fortzusetzen. Dies sagte James Kelly, der Sonderbotschafter des US-Präsidenten Bush, auf einer Pressekonferenz in Seoul. Kelly, der nach seinem Nordkoreabesuch vom 3. bis 5. Oktober heute nach Seoul weiter gereist ist, äußerte zu den Gesprächen mit Nordkorea, dass die beiden Länder bei diesen offen und ernsthaft miteinander diskutieren konnten. Er habe dem Norden die tiefe Besorgnis der US-Regierung über Nordkoreas Raketen, Massenvernichtungswaffen sowie Menschenrechtsfragen weitergeleitet. Darüber hinaus habe der US-Sonderbotschafter die Verbesserung der Beziehungen beider Länder in Aussicht gestellt, sofern sich Nordkorea umfassend anstrengen sollte, um die Besorgnis der US-Regierung zu zerstreuen. Kelly deutete auf die Möglichkeit einer nächsten Gesprächsrunde mit Nordkorea hin. Washington werde auf der Grundlage der Gesprächsergebnisse sowie der Konsultation mit Südkorea und Japan über die nächsten Schritte entscheiden, sagte er. Nach Angaben eines südkoreanischen Regierungsbeamten waren die Meinungsverschiedenheiten zwischen Nordkorea und den USA recht groß. Nordkorea wollte keine weiteren Zugeständnisse machen, als die Einhaltung des Genfer Nuklearabkommens und die Verlängerung des Raketentestmoratoriums.