Süd- und Nordkorea haben bei ihren Arbeitsgesprächen zur Wiederaufnahme der innerkoreanischen Tourprogramme ins Geumgang-Gebirge und nach Kaesong keine Einigung erzielt.
Ein südkoreanischer Regierungsvertreter teilte in Seoul mit, beide Seiten hätten rund eine Stunde und 50 Minuten lang diskutiert. Dabei sei es ihnen nicht gelungen, ihre Differenzen abzubauen.
Die südkoreanische Delegation soll vor der Wiederaufnahme der Tourprogramme die Aufklärung des Todesfalls einer südkoreanischen Urlauberin im Geumgang-Gebirge, konkrete Maßnahmen zur Vermeidung einer Wiederholung ähnlicher Fälle und die Garantie der Sicherheit von Touristen gefordert haben. Hierfür habe die Delegation einen Besuch der südkoreanischen Regierungsdelegation am Todesort der Südkoreanerin und eine Änderung des Einigungsdokumentes über die Ein- und Ausreise südkoreanischer Touristen verlangt.
Die nordkoreanische Seite erklärte wiederholt, die südkoreanische Touristin habe unerlaubt militärisches Sperrgebiet betreten und sei trotz der Warnungen eines nordkoreanischen Soldaten nicht stehen geblieben. Der Fall sei bereits damals dadurch aufgeklärt worden, dass Vertreter des südkoreanischen Touranbieters Hyundai Asan den Ort besuchten und die Überführung des Leichnams veranlassten. Außerdem habe der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-il beim Treffen mit der Hyundai-Chefin Hyun Jeong-eun die Sicherheit der Touristen versprochen. Weitere Gespräche seien nicht notwendig, hieß es.
Die südkoreanische Delegation kehrte gegen 17 Uhr in den Süden zurück.