China und Nordkorea haben sich auf eine schnelle Entscheidung über das Schicksal des Vorsitzenden des Ouya-Konzerns, Yang Bin, geeinigt. Die chinesische Regierung hat daraufhin gestern die zwischenzeitlich eingefrorenen Konten der Unternehmensgruppe wieder freigegeben. Yang wurde die Chance eingeräumt, die hinterzogenen Steuern in Höhe von 15,5 Millionen Yuan, rund 1,9 Millionen Euro, nachzuentrichten. Somit wurde in der Angelegenheit Yang ein Durchbruch erzielt. Die Ermittlungen gegen Yang werden somit offenbar spätestens kurz vor oder nach der 16. Vollversammlung der chinesischen Volksdeputierten im November abgeschlossen sein. Als Verwaltungsminister der nordkoreanischen Wirtschaftssonderzone Shineuiju wird Yang Bin höchstwahrscheinlich abgelöst werden. Die chinesische Regierung hält außerdem zunächst daran fest, Yang des Landes zu verweisen. Nach Einschätzung von Beobachtern in China könnte dies auch in Form einer freiwilligen Ausreise Yangs geregelt werden.