Beide Koreas führen heute Arbeitsgespräche im innerkoreanischen Industriekomplex im nordkoreanischen Kaesong.
Nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul wird die südkoreanische Seite dem Norden unter anderem die Vereinfachung der Zollabfertigung und die Einrichtung eines Internetzugangs vorschlagen. Die Frage von vier Südkoreanern, die illegal nach Nordkorea eingereist sein sollen, wolle die südkoreansche Delegation ebenfalls bei den aktuellen Gesprächen thematisieren.
Die fünfköpfige Abordnung aus Seoul wird vom Direktor des Vereinigungsministeriums Lee Kang-woo geleitet.
Südkorea hatte ursprünglich Militärarbeitsgespräche im Waffenstillstandsdorf Panmunjom vorgeschlagen. Darauf antwortete Nordkorea mit dem Vorschlag, Gespräche in Kaesong zu führen. Bei den Militärgesprächen wollte Südkorea auch die Provokationen Nordkoreas im Westmeer auf die Agenda setzen. Schließlich vereinbarten beide Seite aber, nicht Militärgespräche sondern Arbeitsgespräche über den Industriekomplex abzuhalten.