Laut einer südkoreanischen Hilfsorganisation sind im nordkoreanischen Shineuiju seit Jahresbeginn bis Februar 300 Hungertote gemeldet worden.
Das schrieb „Good Friends“ in seinem Informationsblatt unter Berufung auf die Angaben der dortigen Stadtverwaltung.
Infolge der schweren Nahrungsknappheit verhungerten immer mehr Nordkoreaner. Etwa 1.000 Familien in Shineuiju hätten kaum noch zu essen, hieß es.
Ein zuständiger Regierungsvertreter in Seoul sagte, dass die Wirtschaftslage und die Nahrungsversorgung im Norden tatsächlich bedenklich seien. Jedoch habe bislang nicht bestätigt werden können, dass es massenhaft Tote gegeben habe. Auch sei unerklärlich, warum ausgerechnet Shineuiju, ein Drehkreuz im Handel zwischen Nordkorea und China, von Hunger betroffen sein soll, so der Beamte.