Im Streit um die Fortsetzung der touristischen Reisen ins nordkoreanische Geumgang-Gebirge hat das kommunistische Land härtere Töne angeschlagen.
Nordkorea drohte damit, von Südkoreanern unterhaltene Einrichtungen in dem Erholungsgebiet an der Ostküste zu beschlagnahmen. Sollte Südkorea auch im April die Reisen nicht fortsetzen, wolle Nordkorea einen neuen Geschäftspartner suchen, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Donnerstag mit.
Das nordkoreanische Komitee für Frieden in Asien-Pazifik hatte in einem Faxbrief an den südkoreanischen Reiseanbieter Hyundai Asan erklärt, dass am 25. März Untersuchungen zu Immobilien im Geumgang-Gebirge eingeleitet würden. Immobilien von Südkoreanern, die bis zu dem Stichtag nicht mehr vor Ort waren, würden beschlagnahmt. Die Besitzer würden anschließend nicht mehr zu dem Berg gelassen.
Südkoreaner besitzen in dem Erholungsgebiet Immobilien im Wert von 310 Millionen Dollar, darunter Grundstücke, zwei Hotels und einen Golfplatz.