Südkorea hat über Nordkoreas Drohung mit einer Beschlagnahme der Immobilien von Südkoreanern im Geumgang-Gebirge Bedauern ausgedrückt.
Die Seouler Regierung halte unbeirrt an ihrer Position fest, dass vor einem Neustart innerkoreanischer Touren die Frage der Sicherheit südkoreanischer Touristen geklärt werden muss, teilte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung mit.
Die Forderung Nordkoreas verstoße nicht nur gegen den Vertrag zwischen den Reiseveranstaltern und die Vereinbarung zwischen Seoul und Pjöngjang. Sie verstoße auch gegen internationale Handelsgepflogenheiten. Die südkoreanische Regierung wolle die Entscheidung einzelner Unternehmen beachten, ob sie wie gefordert bis zum 25. März an dem nordkoreanischen Erholungsort sein wollten. Weder die Regierung noch der Rotkreuzverband werde jedoch Vertreter schicken, hieß es.
Das nordkoreanische Komitee für Frieden in Asien-Pazifik hatte am Donnerstag in einem Faxbrief an den Süden erklärt, dass am 25. März Untersuchungen zu Immobilien von Südkoreanern im Geumgang-Gebirge eingeleitet würden. Sollten die Besitzer bis zum Stichtag nicht mehr vor Ort erscheinen, würden deren Immobilien beschlagnahmt.