Nordkorea hat die Entwicklung von Atomwaffen zugegeben. Der Sprecher des Weißen Hauses, Sean McCormack, teilte gestern Abend (Washingtoner Ortszeit) offiziell mit, dass Nordkorea gegenüber den USA zugegeben habe, ein bisher geheimes Atomwaffenprogramm voranzutreiben. Somit habe das Land das 1994 geschlossene Genfer Nuklearabkommen verletzt, hieß es. Die US-Regierung berate sich daher zunächst mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan. Sie bemühe sich darum, für das Problem eine friedliche Lösung zu finden. Der Sprecher des Weißen Hauses fügte hinzu, dass kein einziges Land der Welt wolle, dass sich das kommunistische Land mit Atomwaffen rüstet. Nach Angaben eines US-Regierungsbeamten erfolgte die Enthüllung Nordkoreas beim Gespräch mit dem US-Sonderbotschafter James Kelly, Anfang Oktober in Pjöngjang. Dieser legte zunächst beim Treffen mit dem ersten Vizeaußenminister Nordkoreas, Kang Suk-ju, Beweise vor, wonach Nordkorea Plutonium für mindestens zwei Atomwaffen sichergestellt hätte. Daraufhin soll Kang die Existenz eines Atomwaffenprogramms in Nordkorea zugegeben haben. Sein Land fühle sich darüber hinaus nicht mehr an den Atomwaffensperrvertrag (NPT) gebunden, hieß es weiter.