Nach der überraschenden Enthüllung Nordkoreas, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, will sich die südkoreanische Regierung für eine Lösung durch Dialog einsetzen. Südkorea wolle dabei aber streng daran festhalten, Nordkoreas Nuklearentwicklung auf keinen Fall zu akzeptieren. Um Nordkorea zum Einlenken zu bewegen, sollen alle bestehenden Kontaktpunkte genutzt werden, darunter die geplanten innerkoreanischen Ministergespräche, die morgen beginnen sollen. Die Seouler Regierung schenkt der Ankündigung der US-Regierung, Nordkoreas Nuklearfrage friedlich lösen zu wollen, große Aufmerksamkeit. Eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit mit den USA plant Südkorea mit dem für Ostasien zuständigen Abteilungsleiter im US-Außenministerium, James Kelly, einzuleiten. Kelly wird morgen in Südkorea zu Gesprächen eintreffen. Südkorea will auch gegenüber Kelly sein großes Interesse an einer friedlichen Lösung des Nuklearkonflikts hervorheben. Außerdem strebt die südkoreanische Regierung danach, am Rande des APEC-Gipfeltreffens in Mexiko am 26. Oktober auf dem Treffen mit den USA und Japan eine Erklärung für die friedliche Lösung der nordkoreanischen Nuklearfrage anzunehmen.