Nordkorea hat Seoul mitgeteilt, außer 16 Personen das gesamte südkoreanische Verwaltungspersonal aus dem Erholungsgebiet am Geumgang-Gebirge ausweisen zu wollen.
Nach Mitteilung des nordkoreanischen Büros für die Entwicklung von Sehenswürdigkeiten sollten die Südkoreaner sich bis 10 Uhr am 3. Mai in den Süden zurückziehen. Davon ausgenommen sind zwölf Mitarbeiter des Reiseanbieters Hyundai-Asan und vier Verwaltungskräfte eines Golfplatzes. Dies habe Nordkorea am Freitagvormittag mitgeteilt, gab das südkoreanische Vereinigungsministerium bekannt.
Zurzeit halten sich über 70 Südkoreaner dauerhaft in dem Erholungsgebiet auf, um die dortigen Einrichtungen zu warten. Nun werden über 60 Personen ausgewiesen.
Am Donnerstag waren im Geumgang-Gebirge die meisten der touristischen Einrichtungen im Besitz von Hyundai Asan eingefroren worden. Immobilien der südkoreanischen Regierung am Geumgang-Gebirge wurden mittlerweile konfisziert und das Vermögen im Besitz 25 privater südkoreanischer Unternehmen wurde eingefroren. Einige Einrichtungen, darunter ein Stromkraftwerk, sind noch nicht eingefroren worden.
Nordkorea reagiert mit den Maßnahmen auf die Weigerung der Regierung in Seoul, das gemeinsame Reiseprogramm für das Geumgang-Gebirge aufgrund von ungelösten Sicherheitsfragen fortzusetzen.