Angesichts der erhöhten Spannungen zwischen beiden Koreas will Südkorea den innerkoreanischen Handel fast vollständig einstellen.
Daher forderte das Vereinigungsministerium Unternehmen im innerkoreanischen Industriepark in Kaesong, einen Teil der dort langfristig verweilenden südkoreanischen Mitarbeiter abzuziehen.
In einer Mitteilung an Unternehmen hieß es, dass die Zahl der langfristig dort arbeitenden Südkoreaner auf 50 Prozent des aktuellen Niveaus reduziert wird. Die betreffenden Mitarbeiter sollen bis Donnerstag in den Süden zurückkehren. Am heutigen Dienstag und Mittwoch dürfe niemand mehr für einen längeren Aufenthalt nach Kaesong reisen, hieß es weiter.
Sollte ein Unternehmen der Forderung nicht nachkommen, drohen Nachteile, beispielsweise bei Besuchen und Aufenthalten von Firmenvertretern im Norden, hieß es weiter.
Zuvor hatte das Ministerium als Maßnahme nach dem Untergang der Korvette Cheonan bekannt gegeben, aus Sicherheitsgründen die Zahl der Südkoreaner in Kaesong auf 50 bis 60 Prozent zu senken. Zurzeit halten sich rund 900 bis 1.000 Südkoreaner in dem Industriekomplex auf.