Nordkorea hat mit dem vollständigen Abbruch des Austausches mit Südkorea gedroht.
Der Ausschuss für friedliche Vereinigung des Vaterlandes teilte am Dienstagabend in einer offiziellen Erklärung mit, dass dies die Reaktion auf die jüngste Erklärung des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak sei. Der Ausschuss ist das nordkoreanische Pendant zum Vereinigungsministerium in Seoul. Die Beziehungen zu Südkorea würden abgebrochen. Während der Amtszeit des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak werde es keinen Dialog zwischen beiden Regierungen mehr geben.
Alle Telekommunikationsverbindungen zwischen beiden Koreas würden unterbrochen. Das gemeinsame Büro für die bilaterale Wirtschaftskooperation in Kaesong werde geschlossen, alle südkoreanischen Mitarbeiter des Büros würden mit sofortiger Wirkung des Landes verwiesen. In der Erklärung wurden jedoch keine Angaben über die südkoreanischen Unternehmen sowie deren Mitarbeiter im gemeinsamen Industriekomplex gemacht.
Nordkorea wolle außerdem den Kontakt über den Rotkreuzverband am Waffenstillstandsdorf Panmunjom vollständig stoppen. Propagandasendungen Südkoreas würde mit vernichtenden Gegenangriffen erwidert. Allen Flugzeugen und Schiffen Südkoreas werde verwehrt, im nordkoreanischen Hochheitsgeiet zu verkehren. Alle Probleme mit Südkorea würden künftig nach dem Kriegsgesetz behandelt, hieß es weiter.