Nordkorea hat wie angedroht die Unterbrechung der Telekommunikationsleitungen zwischen Verbindungsoffizieren im Waffenstillstandsdorf Panmunjom sowie Seefahrtsbehörden bekannt gegeben.
Dies bestätigte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung.
Zur ebenfalls angedrohten Schließung des gemeinsamen Büros für die bilaterale Wirtschaftskooperation in Kaesong und Ausweisung aller südkoreanischen Mitarbeiter aus dem dortigen Industriepark seien keine Angaben gemacht worden, hieß es. Auch über die Zukunft der Telefonverbindung zwischen den Streitkräften zur Koordinierung des Betriebs des Kaesong-Industriekomplexes und der Tourzone am Geungang-Gebirge sei bislang nicht gesprochen worden.
Am Vormittag koordinierten beide Seiten am Telefon planmäßig die grenzüberschreitende Ein- und Ausreise zum sowie aus dem Industriepark. Hierfür werden gewöhnlich zwei Telefonate am Tag geführt.
Der Ministeriumssprecher betonte, Nordkorea habe erneut eine Maßnahme getroffen, um die innerkoreanischen Beziehungen zu beeinträchtigen, während eine Entschuldigung für den Angriff auf die Korvette Cheonan und Bestrafung der Verantwortlichen ausblieb. Ungeachtet der nordkoreanischen Drohungen halte Seoul an den angekündigten Gegenmaßnahmen zum Schiffsuntergang fest, hieß es.