Im Streit um Nordkoreas Nuklearprogramm hat das Weiße Haus Nordkorea mit einem entschiedenen Vorgehen gedroht. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleisher, warnte gestern, dass Nordkorea seinen Preis zu zahlen habe, falls es nicht auf sein Nuklearprogramm verzichten sollte. Zudem drohe dem Land eine noch stärkere internationale Isolation, sagte Fleisher weiter. Der Sprecher des Weißen Hauses betonte erneut, dass die Einhaltung der Versprechen gegenüber der Weltgemeinschaft für Nordkorea den einzigen Ausweg aus der tiefen Wirtschaftskrise darstelle. Wie Fleisher erneut bestätigte, sei Washington weiterhin um eine Lösung der Frage über diplomatische Kanäle bemüht. Unterdessen machte auch US-Außenminister Powell erneut unmissverständlich deutlich, dass Nordkorea ohne den Verzicht auf das Nuklearprogramm eine Verschärfung der Isolation drohe. Abhängig von Nordkoreas weiterem Verhalten schloss Powell nicht mehr grundsätzlich aus, dass die US-Regierung den langfristigen Plan zur Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea zurückzieht. Der US-Außenminister sagte ferner, dass Washington Nordkorea vorerst keine Gegenleistungen mehr anbieten werde, auch dann nicht, wenn Pjöngjang der Forderung nach dem Stopp des Nuklearprogramms nachkommen sollte.