Innerkoreanisches
Cheonan-Untergang: Nordkorea weist Anschuldigungen zurück
Write: 2010-05-29 13:08:52 / Update: 2010-05-29 16:06:06
Nordkorea hat die Anschuldigungen im Fall der Cheonan in scharfem Ton zurückgewiesen.
Ranghohe Vertreter des Militärausschusses widersprachen auf einer Pressekonferenz in Pjöngjang Punkt für Punkt den südkoreanischen Ermittlungsergebnissen. Nach einem Bericht des nordkoreanischen TV-Senders Chosun-Chungang waren bei der Pressekonferenz Vertreter der ausländischen Botschaften anwesend. Eine Pressekonferenz von Vertretern des Militärausschusses gilt als ungewöhnlich. Vorsitzender des Gremiums ist Machthaber Kim Jong-il.
Der Direktor für politische Fragen Park Lim-soo behauptete, dass Nordkorea nicht über U-Boote der Klassen verfüge, die Südkoreas Ermittler im Verdacht hätten. Die Erläuterungen zu den konkreten Umständen eines nordkoreanischen Torpedoangriffs seien aus militärischer Sicht nicht nachvollziehbar.
Ein weiterer Militär bezeichnete ein Torpedoteil, das Südkorea als Beweisstück präsentierte, als Manipulation. Nordkorea bedrucke seine Waffen nur maschinell. Die handschriftliche Kennzeichnung auf dem Bruchstück weise darauf hin, dass dieses nicht aus Nordkorea stamme. Auch das Schema der Formulierung stimme nicht mit dem nordkoreanischen überein.
Der Direktor des Militärausschusses Park drohte mit einer militärischen Aktion. Nordkorea bemühe sich um eine verstärkte atomare Abschreckung, um auf empfindliche Situationen wie zurzeit vorbereitet zu sein.
Mit Äußerungen zum gemeinsamen Industriepark in Kaesong hielt sich der Beamte jedoch zurück. Die Zukunft des Industriekomplexes hänge davon ab, ob Südkorea sich an die bei den Korea-Gipfeltreffen erzielten Vereinbarungen hält oder nicht.
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