Nach Ansicht von Außenminister Yu Myung-hwan ist es wichtig, im Rahmen des Vorgehens nach dem Untergang der Korvette Cheonan den Geldfluss nach Nordkorea zu kontrollieren.
Damit soll Nordkorea gezeigt werden, dass auf jede Provokation Konsequenzen folgen, sagte Yu in einem Interview mit dem Sender BBC. Ein militärisches Vorgehen müsse das letzte Mittel sein. Sollte der Geldstrom ausgetrocknet werden, könnten die Entwicklung von Nuklearwaffen und Aggressionen Pjöngjangs verhindert werden.
Auf die Frage nach einer Kriegsgefahr auf der koreanischen Halbinsel antwortete Yu, dass die Seouler Regierung zum Cheonan-Vorfall eine vorsichtige und ausbalancierte Position einnehme. Südkorea sei jedoch aufgrund der gemeinsamen Verteidigungsfähigkeit mit den USA bereit, eine Provokation Nordkoreas früh abzuwehren, betonte Yu.
Keiner wünsche eine Unsicherheit auf der koreanischen Halbinsel und Instabilität in Nordkorea. Darin seien sich die Regierungschefs Südkoreas, Japans und Chinas bei ihrem letzten Gipfeltreffen einig gewesen, hieß es weiter.