Südkorea hat auch nach der Bekanntgabe der Maßnahmen gegen Pjöngjang wegen des Korvettenuntergangs weiter die Einfuhr von OEM-Produkten aus Nordkorea genehmigt.
Das Vereinigungsministerium habe am Donnerstag die Importanträge von 13 Unternehmen in Höhe von 700 Millionen Won oder 580.000 Dollar bewilligt, teilte die stellvertretende Sprecherin Lee Jong-ju mit. Zuvor wurde am Dienstag vier Unternehmen die Einfuhr von in deren Auftrag im Norden hergestellten Produkten erlaubt.
Der Schritt soll dazu dienen, dass Schäden für einheimische Unternehmen durch die Maßnahmen gegen Nordkorea möglichst gering bleiben. In den nächsten eineinhalb Monaten würden weitere Einfuhren zugelassen, deren Rohmaterialien vor der Bekanntgabe der Schritte am 24. Mai in den Norden geliefert wurden, hieß es.
Die Sprecherin fügte hinzu, dass bisher über 170 Beschwerden in einem Beratungs- und Beschwerdezentrum für den innerkoreanischen Handel eingegangen seien. Das Zentrum wurde am 25. Mai gegründet, um 600 Unternehmen, die mit Nordkorea Handel treiben, zu unterstützen. Die Beschwerden beträfen hauptsächlich die Lieferung von OEM-Produkten und geschäftliche Schwierigkeiten infolge der Unterbrechung des innerkoreanischen Handels.
Südkorea hatte am 24. Mai Maßnahmen gegen Nordkorea bekanntgegeben, nachdem dieses als Verursacher des Untergangs der Korvette Cheonan festgestellt worden war. Dazu zählt der gänzliche Stopp des innerkoreanischen Austauschs mit Ausnahme der gemeinsamen Projekte im Industriekomplex Kaesong.