Angesichts des Stopps des innerkoreanischen Handels will Seoul die Zulassung der Zahlungen südkoreanischer Unternehmen an Nordkorea fallweise überprüfen.
Die Regierung habe Unternehmen aufgefordert, die Zahlung für im Norden gefertigte Produkte vorerst zu verschieben, teilte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Chun Hae-sung mit.
Das Ressort wolle die Zahlung wie bei der Genehmigung von Einfuhren im Einzelfall erwägen und erlauben. Die Maßnahme sei im Hinblick auf die aktuelle Lage der Beziehungen zwischen Süd- und Nordkorea und Sanktionen gegen den Norden eingeführt worden, hieß es.
Südkorea hatte am 24. Mai als Reaktion auf die Versenkung der Korvette Cheonan durch einen nordkoreanischen Torpedo einen fast vollständigen Stopp des innerkoreanischen Austauschs angekündigt. Seitdem genehmigte der Süden über zehn Unternehmen dennoch Einfuhren von in ihrem Auftrag im Norden hergestellten Produkten. Südkoreanische Unternehmen zahlten bisher zehn bis 15 Prozent der Warenpreise für die Herstellung an Nordkorea.