Südkorea hat angesichts des angespannten Verhältnisses mit Nordkorea touristische Ziele an der innerkoreanischen Grenze gesperrt.
Laut dem Landkreis Cheolwon in der Gangwon-Provinz verbieten die Streitkräfte Touristen den Zugang zu einem Aussichtsturm an der Grenze ab letzten Montag. Anlass ist die Installierung von Lautsprecheranlagen für antinordkoreanische Propaganda-Durchsagen. Da Nordkorea gedroht hatte, auf die Anlagen zu schießen, wurde die Maßnahme für den Schutz von Touristen eingeführt.
Auch fünf Stellen im Landkreis Yeoncheon in der Gyeonggi-Provinz, darunter zwei Aussichtstürme, wurden aus demselben Grund ab Montag für die Öffentlichkeit gesperrt.
Das südkoreanische Militär installiert derzeit an zehn Orten entlang der militärischen Demarkationslinie Lautsprecheranlagen. Der Süden plant, die Propaganda-Durchsagen an der Grenze sechs Jahre nach der Unterbrechung wieder aufzunehmen. Das zählt zu den Maßnahmen nach der Versenkung der Korvette Cheonan durch einen nordkoreanischen Torpedoangriff.