Die innerkoreanischen Rotkreuz-Gespräche im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge sind heute ergebnislos zu Ende gegangen. Die Vertreter der Verbände aus Süd und Nord rangen bis kurz vor Schluss der dreitägigen Verhandlungen um eine gemeinsame Pressemitteilung, konnten jedoch keine Einigung erzielen. Die beiden Seiten erzielten aber eine Annäherung in der Frage des angestrebten ständigen Treffpunktes für getrennte Familien. Die Unterhändler besichtigten zuvor die Ortschaft Onjongri im Geumgang-Gebirge, die von Nordkorea als möglicher Ort für den Treffpunkt vorgeschlagen wurde. Nordkorea zeigte jedoch bei einigen weiteren Fragen, die die südkoreanische Seite thematisierte, kein Entgegenkommen. Dazu gehören unter anderem die Einigung auf eine sechste Familienzusammenführung, die Südkorea Anfang nächsten Jahres durchführen möchte, sowie die Suche nach im Koreakrieg Vermissten und in Nordkorea lebenden südkoreanischen Entführten. Süd- und Nordkorea einigten sich schließlich nur auf die Durchführung weiterer Arbeitsgespräche am 10. Dezember.