Untersuchungen der oppositionellen Großen Nationalpartei (GNP) zufolge ist Nordkorea in der Lage, weitere 30 Kilogramm Plutonium herzustellen. Der Sonderausschuss für die nordkoreanische Nuklearfrage gab heute nach seinen fünftägigen Untersuchungen in den USA bekannt, dass Nordkorea weitere 30 Kilogramm Plutonium gewinnen könnte, wenn es abgebrannte Brennstäbe, die gemäß dem Genfer Nuklearabkommen in Yongbyon aufbewahrt werden, wieder aufbereitete. Dies könnte dann zur Entwicklung weiterer Atomwaffen führen, hieß es weiter. Nach Angaben des Ausschusses stammen entsprechende Informationen von der US-Regierung. Die US-Regierung sei ferner der Ansicht, dass Nordkorea allein mit der gegenwärtig vorhandenen Plutoniummenge in ein bis zwei Jahren Atombomben herstellen könnte. Die Explosionskraft sei vergleichbar mit der der zum Ende des Zweiten Weltkriegs über dem japanischen Hiroshima abgeworfenen Atombombe. Die Menge werde auf sechs bis 12 Kilogramm geschätzt, hieß es.