Die Koreaenergieentwicklungsorganisation (KEDO) hat mit der Vorbereitung des Transports von 42.500 Tonnen schweren Heizöls nach Nordkorea begonnen. Wie ein südkoreanischer Regierungsbeamter bestätigte, wurde am Dienstag in einem Hafen in Singapur mit der Beladung begonnen. Insgesamt würden zwei oder drei Tage benötigt, um die Transportvorbereitungen abzuschließen, fügte er hinzu. Dem Beamten zufolge sei jedoch noch nicht festgelegt, wann genau das Schiff abfahren wird. Für den Transport nach Nordkorea rechnet man mit zehn bis 12 Tagen. Unterdessen stellte das US-Außenministerium in Frage, ob überhaupt Heizöl nach Nordkorea geliefert werden solle oder nicht. Der Ministeriumssprecher Richard Boucher sagte, dass Washington derzeit mit den Vorstandsländern des von den USA geleiteten Konsortiums KEDO darüber diskutiere. Wie aus diplomatischen Kreisen in Washington verlautete, wünschten sich die USA, dass auch Südkorea, Japan und die Europäische Union (EU) einem Stopp der Öllieferungen zustimmen werden. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Beschlusses scheine jedoch gering zu sein, weil er gemäß KEDO-Statuten einstimmig gefällt werden müsse, hieß es.