Nordkorea hat schätzungsweise über 100 Millionen Tonnen Wasser aus einem Damm an der Grenze abgelassen.
Zuvor hatte der Norden Sonntagnachmittag dem Süden mitgeteilt, bei andauerndem Starkregen den Hwanggang-Damm am Imjin-Fluss öffnen zu müssen.
Seit Sonntagabend bis Montag sei Wasser in der genannten Menge in den Süden geflossen, teilte das Ministerium für Land und maritime Angelegenheiten in Seoul mit. Die Menge übertreffe die Aufnahmekapazität des Gunnam-Damms an der südkoreanischen Seite in Höhe von 71 Millionen Tonnen. Dank der flexiblen Dammöffnung entsprechend der aus dem Norden kommenden Wassermenge sei es aber zu keinen Schäden gekommen, hieß es.
Südkorea hatte im Juli den Gunnam-Damm am Imjin-Fluss in Betrieb genommen, um im Hochwasserfall Schäden durch aus Nordkorea kommende Fluten abzuwehren. Letztes Jahr hatte der Norden ohne Vorwarnung 54 Millionen Tonnen Wasser in den Süden fließen lassen. Auf südkoreanischer Seite starben damals sechs Camper.