Nordkorea hat am Montagabend rund 130 Artillerieschüsse in Richtung innerkoreanische Seegrenze im Westmeer abgefeuert.
Wie das südkoreanische Militär mitteilte, wurden gegen 17.30 Uhr von der nordkoreanischen Küstenwache zunächst zehn Geschosse in Gewässer nahe der Nördlichen Grenzlinie (NLL) nördlich der Insel Baenyeong abgefeuert. Anschließend wurden zwischen 17.52 Uhr und 18.14 Uhr über 120 Artillerieschüsse in Gewässer nördlich der Insel Yeonpyeong abgegeben. Keine der Salven ging jedoch im südkoreanischen Hoheitsgebiet nieder.
Nach dem Vorfall verstärkte die südkoreanische Marine die Alarm- und Kampfbereitschaft. Der Süden warnte den Norden per Funk, unverzüglich die Schüsse einzustellen. Die Führung der Streitkräfte war in Alarmbereitschaft. Sie verfolgt die weiteren Entwicklungen in Nordkorea mit Aufmerksamkeit.
Nordkoreas Artillerieschüsse ereigneten sich unmittelbar nach dem Ende eines fünftägigen Manövers der südkoreanischen Streitkräfte im Westmeer. Daher betrachtet das südkoreanische Militär den Vorfall als Protest gegen die Übung.