Trotz der angespannten Lage zwischen beiden Koreas hat das Volumen des bilateralen Handels im ersten Halbjahr ein Rekordhoch erreicht.
Nach Angaben des Zollamtes betrug das Handelsvolumen von Januar bis Juni des laufenden Jahres 983,23 Millionen Dollar und damit so viel wie noch nie. Südkorea habe Güter im Wert von 430,48 Millionen Dollar in den Norden exportiert. Die Einfuhren aus dem Norden hätten sich auf 552,75 Millionen Dollar belaufen. Im Vorjahresvergleich sei dies ein Zuwachs von 52,4 Prozent gewesen, hieß es weiter.
Experten gehen jedoch davon aus, dass das Volumen des innerkoreanischen Handels im zweiten Halbjahr um 30 Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen wird. Als Reaktion auf die Versenkung der Korvette Cheonan durch Nordkorea hatte die Regierung in Seoul einen Handelsstopp mit dem Norden beschlossen, der seit dem 24. Mai in Kraft ist. Eine Ausnahme gilt lediglich für den auf den innerkoreanischen Industriekomplex in Kaesong bezogenen Handel.