Südkorea und Russland weisen Meinungsverschiedenheiten über einen dritten Start der Trägerrakete Naro auf.
Das südkoreanische Wissenschaftsministerium teilte am 15. August mit, dass beide Seiten bei der Sitzung des Komitees zur Untersuchung der Ursachen des fehlgeschlagenen Starts einen dritten Versuch vereinbart hätten. Die Sitzung fand zwischen dem 9. und 12. August im südkoreanischen Daejeon statt.
Das russische Unternehmen Khurnichev, Entwickler der ersten Antriebsstufe, dementierte jedoch umgehend eine solche Vereinbarung in seinem Internetauftritt.
Dazu erläuterte Cho Kwang-rae vom Koreanischen Raumfahrt-Forschungsinstitut, dass Vertreter beider Länder bei einem gesonderten Treffen die Einigung beschlossen hätten. Diese sei sogar unterzeichnet worden. Auch das Seouler Wissenschaftsressort bekräftigte, dass ohne Zweifel ein dritter Raketenabschuss vereinbart worden sei. Dieser komme voraussichtlich im nächsten Jahr zustande.
Südkorea hatte seine erste Trägerrakete Naro im August des vergangenen Jahres und im letzten Juni ins All geschossen. Beide Versuche misslangen.