Der stellvertretende Vereinigungsminister Eom Jong-shik hat Besonnenheit in der Frage der Reishilfe für Nordkorea angemahnt.
Eine umfassende Reislieferung sei mehr als einfache humanitäre Hilfe, betonte er in einem Interview mit KBS Radio.
Hintergrund für Eoms Bemerkung ist das Hilfsangebot für nordkoreanische Flutopfer. Der Süden hatte Anfang der Woche über das Rote Kreuz Hilfe im Wert von zehn Milliarden Won oder 8,4 Millionen Dollar angeboten. Demnach sollen dringende Bedarfsgüter geschickt werden, jedoch kein Reis.
Zwischen Reislieferungen und Nothilfe müsse getrennt werden. Bei der Lieferung von Reis müssten vielschichtige und umfassende Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählten die Sanktionen gegen Nordkorea anlässlich der Versenkung der Korvette Cheonan, die innerkoreanischen Beziehungen, die Ernährungslage im Norden und die Meinungen der Einwohner im Süden, betonte der Vizeminister.
Er sagte zudem, dass die Wiederaufnahme der Sechser-Atomgespräche vom Verhalten Nordkoreas abhänge. Der Norden sollte Verantwortung für den Cheonan-Fall übernehmen und durch Taten seine wahre Bereitschaft zur Denuklearisierung nachweisen.