Das 1994 zwischen den USA und Nordkorea geschlossene Genfer Nuklearabkommen hat laut Aussagen des US-Unterstaatssekretärs James Kelly weiterhin Gültigkeit. Auf einer Pressekonferenz in Washington sagte der Außenministeriumsbeamte, dass das US-Außenministerium derzeit zwar über die nordkoreanische Nuklearfrage berate, aber noch keine Entscheidung über eine Auflösung des Abkommens getroffen habe. Im Rahmen des Abkommens hatte Nordkorea versprochen, als Gegenleistung für die Lieferung von 500.000 Tonnen Heizöl und den Bau von zwei Leichtwasserreaktoren sein Nuklearprogramm einzufrieren. Das internationale Konsortium für das Leichtwasserreaktorprojekt, KEDO, hat letzte Woche die Einstellung der Öllieferungen ab Dezember angekündigt, mit dem Argument, dass Nordkorea durch die heimliche Fortsetzung seines Nuklearprogramms gegen das Genfer Nuklearabkommen verstoßen habe.