Vertreter der Rot-Kreuzverbände beider koreanischer Staaten haben sich am Dienstag zu Gesprächen über humanitäre Angelegenheiten getroffen.
Die südkoreanische Seite machte vor Beginn der Unterredungen in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong klar, dass sie ungeachtet der politischen Spannungen über die regelmäßige Ausrichtung von Treffen zwischen getrennt lebenden Familien aus beiden Ländern reden möchte.
Falls Südkorea gute Vorschläge mache, würden die Gespräche erfolgreich sein, sagte der nordkoreanische Delegationsleiter Choe Song-ik.
Nordkorea hatte vorgeschlagen, allgemein humanitäre Fragen zu bereden.
In Südkorea wurde spekuliert, dass die nordkoreanische Seite die Gespräche nutzen will, um die Forderung nach einer Wiederaufnahme eines seit mehr als zwei Jahren eingefrorenen gemeinsamen Tourismusprojekts zu bekräftigen.
Dabei geht es um Reisen in das nordkoreanische Kumgang-Gebirge an der Ostküste. Südkorea hatte das Programm aus Sicherheitsgründen eingestellt.
Die Rot-Kreuzgespräche sollen bis morgen dauern.
Am kommenden Samstag lassen beide Staaten zum ersten Mal nach etwa einem Jahr wieder zeitliche begrenzte Begegnungen zwischen Angehörigen koreanischer Familien zu, die durch Landesteilung und Krieg zerrissen wurden.