Am zweiten Tag der Rotkreuzgespräche setzen beide Koreas im nordkoreanischen Kaesong ihre Beratungen über humanitäre Angelegenheiten fort.
Nordkorea soll gestern Details zur gewünschten humanitären Hilfe genannt haben, darunter Reis und Düngemittel.
Nordkorea forderte dabei die Wiederaufnahme der grenzüberschreitenden Reisen zum Kumgang-Gebirge. So bald wie möglich sollten Arbeitsgespräche hierzu stattfinden. Dies sei auch für die vom Süden geforderte regelmäßige Ausrichtung der Familienzusammenführungen notwendig, weil Differenzen über den Treffpunkt abgebaut werden müssten,
Hinsichtlich der regelmäßigen Ausrichtung von Familienzusammenführungen zeigte Nordkorea allerdings eine flexiblere Haltung als bisher, wonach drei oder vier Mal im Jahr Wiedersehen von getrennten Familien zustande kommen sollen. Auch könnten wieder Kontakte zwischen beiden Rotkreuz-Verbänden im Waffenstillstandsdorf Panmunjom zustande kommen.
Südkorea schlug vor, ungeachtet der politischen Spannungen regelmäßig Treffen von getrennt lebenden Familien aus beiden Ländern auszurichten. Jeden Monat, außer in der Wintersaison vom Dezember bis Februar, sollten jeweils 50 Familien aus beiden Teilen für Wiedersehen zusammengeführt werden. Südkorea forderte zudem, den Verbleib der in den Norden verschleppten Kriegsgefangenen und entführten Südkoreaner zu bestätigen.
Die Rot-Kreuzgespräche sollen heute zu Ende gehen.
Am kommenden Samstag lassen beide Staaten zum ersten Mal nach etwa einem Jahr wieder zeitlich begrenzte Begegnungen zwischen Angehörigen koreanischer Familien zu, die durch Landesteilung und Krieg zerrissen wurden.