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KEDO-Chef Kartmann sieht Möglichkeit des nordkoreanischen Verzichts auf Atomprogramm

Write: 2002-11-29 00:00:00Update: 0000-00-00 00:00:00

Nordkorea wird nach Auffassung des Exekutivdirektors des internationalen Energie-Konsortiums für Korea (KEDO) letztlich sein Atomwaffenprogramm einstellen. So lange Nordkorea am Atomabkommen mit den USA von 1994 festhalten wolle, werde es am Ende die Entwicklung nuklearer Waffen aufgeben, sagte Charles Kartman in einem am Freitag veröffentlichten Interview der japanischen Zeitung „Asahi Shimbun“. Er glaube nicht, dass Pjöngjang die Rahmenvereinbarungen mit den USA für nicht mehr gültig betrachte. Nach dem Eingeständnis des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms im Oktober hatten die USA dem kommunistischen Staat Vertragsbruch vorgeworfen. Das von den USA geführte Konsortium KEDO, dem auch Südkorea, Japan und die EU angehören, hatte als Strafmaßnahme gegen Nordkorea den Stopp dringend benötigter amerikanischer Heizöllieferungen an das Land angekündigt. Kartman warnte außerdem davor, dass KEDO den von der Organisation finanzierten Bau eines Kernkraftwerks in Nordkorea überdenken werde, falls Nordkorea sein Atomwaffenprogramm nicht aufgebe.

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