Nordkorea hat die Aufforderung der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) zur Zulassung von Atominspektionen abgelehnt. Dies gab die Organisation gestern bekannt. Die IAEO sei jedoch weiterhin bereit, die Frage durch den Dialog zu klären. Die Kontakte beider Seiten auf Arbeitsebene würden fortgesetzt, hieß es weiter. Nach Angaben der IAEO schickte der nordkoreanische Außenminister Paek Nam-sun am 2. Dezember dem IAEO-Generalsekretär Mohamed ElBaradei einen Brief zur Resolution der Organisation vom 29. November. In dem Brief hieß es, dass Nordkorea die Resolution, und somit die Aufforderung zur Zulassung von Atominspektionen in seinem Land nicht akzeptieren könne, da für die derzeitige Krise um Nordkoreas Atomprogramm allein die nordkoreafeindliche Politik der USA verantwortlich sei. Zur Frage, ob Nordkorea über nicht gemeldetes, angereichertes Uran verfüge, und zum Angebot des IAEO-Generalsekretärs, hochrangige Gespräche beider Seiten in Wien durchzuführen, machte der nordkoreanische Außenminister jedoch keine Angaben. ElBaradei zeigte sich in einer Erklärung über Nordkoreas Absage tief besorgt. Er betonte darin ausdrücklich die weiterhin gültige Bereitschaft der IAEO, mit Nordkorea über alle offenen Angelegenheiten zu sprechen.