Bei dem Artilleriefeuer auf die Yeonpyeong-Insel ist ein Marinesoldat getötet worden. 13 weitere sind verletzt, davon drei schwer.
Nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs setzt Nordkorea das Artilleriefeuer zurzeit im Intervall fort. Das südkoreanische Militär erwidere das Feuer.
Auch seien Wohnhäuser auf der Insel beschädigt worden und ein Feuer im Wald ausgebrochen. Die Bewohner der Insel seien unterdessen evakuiert worden, hieß es.
Der Generalstab bezeichnete Nordkoreas Artillerieschüsse als Provokation, mit der die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärft würden und forderte deren sofortigen Stopp. Das südkoreanische Militär wolle gegen jede weitere Provokation strikt vorgehen.
Außerdem soll der Generalstab das Krisenmanagement-System aktiviert und die Alarmbereitschaft der Streitkräfte in der Region erhöht haben.
Das nordkoreanische Militär begann gegen 14.34 Uhr damit, vom Gaemeori-Stützpunkt aus in Richtung Yeonpyeong-Insel mehrere Dutzend Schüsse abzugeben. Das südkoreanische Militär habe entsprechend den Gefechtsregeln zurückgeschossen.
Das südkoreanische Militär führte am Vormittag eine Routineübung im Westmeer durch. Dabei wurde nur in Richtung Süden geschossen.
Yeonpyeong besteht aus zwei Inseln und hat 1.780 Einwohner.