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Innerkoreanisches

Südkorea verurteilt Nordkoreas Schüsse auf Yeonpyeong-Insel

Write: 2010-11-23 18:26:45Update: 2010-11-23 19:57:29

Südkorea verurteilt Nordkoreas Schüsse auf Yeonpyeong-Insel

Das südkoreanische Präsidialamt hat Nordkoreas Schüsse auf die Insel Yeonpyeong verurteilt.

Auf weitere Provokationen werde mit entschiedenen Maßnahmen geantwortet, hieß es in einer Regierungserklärung.

Wie der Sprecher des Präsidialamtes Hong Sang-pyo nach einer eilig einberufenen Sicherheitssitzung unter Leitung des Präsidenten Lee Myung-bak sagte, habe Nordkorea mit den Schüssen auf die Insel ganz offensichtlich eine Provokation gegen die Republik Korea begangen. Auch sei unter keinen Umständen zu dulden, dass selbst Zivilisten rücksichtslos angegriffen wurden.

Südkorea habe zwar Nordkoreas Provokationen mit einem Gegenfeuer erwidert. Über Schäden in Nordkorea sei aber noch nichts bekannt. Die nordkoreanische Staatsführung solle entsprechende Konsequenzen ziehen, so der Sprecher.

Bei den Schüssen auf die Yeonpyeong-Insel sind zwei Marinesoldaten, Suh Jung-woo und Moon Kwang-wook, getötet worden. Mehr als 12 Soldaten sind verletzt, davon zwei schwer. Nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs setzt Nordkorea das Artilleriefeuer zurzeit in Intervallen fort. Das südkoreanische Militär erwidere das Feuer.

Das nordkoreanische Militär begann gegen 14.34 Uhr damit, vom Gaemeori-Stützpunkt aus in Richtung Yeonpyeong-Insel etwa eine Stunde lang über 100 Schüsse abzugeben. Das südkoreanische Militär hat entsprechend den Gefechtsregeln mit über 80 Schüssen geantwortet.

Nachdem Nordkorea überraschend Anlagen zur Hochanreicherung von Uran enthüllt und anschließend neue militärische Provokation unternommen hatte, spitzen sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel zu.

Nach Angaben des Generalstabs seien Dutzende Granaten in Wohngebieten niedergegangen, wobei mindestens drei Zivilisten verletzt worden sind. Auch seien Wohnhäuser auf der Insel beschädigt worden und ein Feuer im Wald ausgebrochen. Die Bewohner der Insel seien unterdessen evakuiert worden, hieß es.

Wie Generalstabssprecher Lee Bung-woo mitteilte, setzte die Schüsse während der angekündigten Militärübung der südkoreanischen Marine „Hoguk“ im Westmeer ein.

Der Generalstab bezeichnete Nordkoreas Artillerieschüsse als Provokation, mit der die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verschärft würden und forderte deren sofortigen Stopp. Das südkoreanische Militär wolle gegen jede weitere Provokation strikt vorgehen.

Yeonpyeong besteht aus zwei Inseln und hat 1.780 Einwohner.


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