Nordkorea hat sein Artilleriefeuer auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong als Maßnahme der Selbstverteidigung gerechtfertigt.
In der Erklärung eines Außenamtssprechers bekräftigte Pjöngjang die Behauptung, dass Südkorea trotz wiederholter Warnungen zuerst Schüsse in Richtung nordkoreanischen Hoheitsgewässers abgegeben habe.
Südkorea wolle seine Provokation unter dem Vorwand rechtfertigen, dass von der Insel in Richtung Süden geschossen worden sei. Alle Schüsse von dort aus seien jedoch in nordkoreanischem Gewässer gelandet. Der Süden wolle lediglich erreichen, dass die Umgebung der Insel als eigenes Gebiet anerkannt werde, hieß es.
Die Nördliche Grenzlinie (NLL) im Westmeer war im Jahr 1953 vom UN-Kommando als innerkoreanische Seegrenze festgelegt worden. Demnach gelten die fünf Inseln an der Grenze, darunter auch Yeonpyeong, als südkoreanisches Gebiet. Nordkorea hatte jedoch im Jahr 1999 eigene militärische Demarkationslinie gezogen, die südlich der NLL und somit der fünf Inseln verläuft.