Die südkoreanische Regierung will angesichts Nordkoreas Provokationen die Einsatzregeln ergänzen.
Das sei auf einer Dringlichkeitssitzung unter Vorsitz von Präsident Lee Myung-bak beschlossen worden, teilte ein Sprecher des Präsidialamtes mit.
Die derzeit gültigen Regeln sähen ein vergleichsweise passives Verhalten vor, da die Verhinderung einer Eskalation im Mittelpunkt stehe. Im Umgang mit Nordkoreas Provokationen sei nun aber ein Umdenken erforderlich geworden. Unter anderem solle das Vorgehen bei Angriffen auf Zivilisten von dem bei Angriffen auf das Militär unterschieden werden, hieß es.
Zudem wolle die Regierung die Truppen auf den fünf Inseln an der Grenze im Westmeer stark aufstocken. Gleichzeitig würden die Sicherheitsmaßnahmen für die Einwohner auf den fünf Inseln überprüft und gegebenenfalls ergänzt.
In den innerkoreanischen Beziehungen habe die Sicherheit der Landsleute höchste Priorität. Demgemäß wolle die Regierung die im Mai eingeleiteten Maßnahmen gegen den Norden fortsetzen und die Nordkorea-Hilfe von Privatorganisationen strenger prüfen, hieß es weiter.