Das Militär will die Einsatzregeln der Streitkräfte ändern, um Gegenschläge gemäß dem Bedrohungs- und Schadensumfang zu ermöglichen.
Das gab das Verteidigungsministerium in einem Bericht für den parlamentarischen Verteidigungsausschuss bekannt.
Demnach soll Südkorea bei militärischen Provokationen Nordkoreas je nach Umfang der Bedrohung und des Schadens entscheiden, in welcher Art und in welchem Umfang geantwortet werde. Derzeit gilt die Regelung, bei einem Gegenschlag Waffen gleicher Art und in gleichem Umfang wie die nordkoreanische Seite einzusetzen.
Den Kommandeuren vor Ort soll zudem mehr Entscheidungsspielraum gegeben werden, damit Truppen entsprechend ihrer Kompetenz und Verantwortung vorgehen. Außerdem wird das Vorgehen bei Angriffen auf Zivilisten von dem bei Angriffen auf die Streitkräfte unterschieden.
Die Einsatzregeln der Streitkräfte wurden im Jahre 1953 vom UN-Kommando festgelegt. Ziel ist, laut dem Waffenstillstandsabkommen die Eskalation eines Schießgefechts zu einem Krieg zu verhindern.