Nach Einschätzung eines südkoreanischen Forschungsinstituts kann Nordkorea im kommenden Jahr einen dritten Atomtest unternehmen.
Das Institut für auswärtige Angelegenheiten und nationale Sicherheit ging in einem Bericht davon aus, dass Nordkorea auch nächstes Jahr Anstrengungen zur Stärkung seines nuklearen Rüstungspotenzials fortsetzen werde.
Angesichts des aggressiven Verhaltens in jüngster Zeit stehe die Möglichkeit für einen neuen Atomtest offen, der zur Verbesserung von Nordkoreas Plutoniumwaffen dienen soll. Das Land sehe mittlerweile die atomare Rüstung als Schlüsselstrategie zum Überleben im Zeitalter nach dem Kalten Krieg.
In dem Bericht steht weiter, nach der Versenkung der Korvette Cheonan und dem Angriff auf die Insel Yeonpyeong durch Nordkorea werde es kaum möglich sein, dass ein US-nordkoreanischer Dialog oder neue Sechser-Atomgespräche in kurzer Zeit zustande kommen. Die Möglichkeit eines innerkoreanischen Gipfels sei auch wegen wiederholter Provokationen Pjöngjangs noch geringer worden.
Für das nordkoreanische Regime werde die Sicherung der Machtübernahme durch Kim Jong-un die größte Aufgabe im nächsten Jahr sein. Pjöngjang werde sein Atomprogramm und einen Neustart der Sechser-Runde nutzen, um Sanktionen zu unterwandern und einen direkten Dialog mit Washington zu erzwingen, hieß es weiter.