Nordkorea hat Südkorea erneut Gespräche auf Arbeitsebene angeboten.
In einem offiziellen Brief, den das Vereinigungsministerium in Seoul am Montag erhielt, schlug das nordkoreanische "Kommitee für friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes" vor, dass beide Seiten am 27. Januar in Gaeseong zu Arbeitsgesprächen zusammenkommen, um Details für die Eröffnung von Gesprächen auf Regierungsebene zu erörtern.
Ebenfalls am Montag schickte der Norden im Namen des nordkoreanischen Roten Kreuzes einen Brief an die Schwesterorganistaion im Süden, in dem für den 1. Februar innerkoreanische Rote-Kreuz-Gespräche in Munsan in der Provinz Gyeonggi vorgeschlagen werden. Der Norden wolle außerdem am Mittwoch sein Rotes-Kreuz-Büro am Grenzpunkt Panmunjeom wieder öffnen, hieß es in dem Schreiben.
In einer Erklärung hatte der Norden am vergangenen Wochenende bereits in ähnlicher Form zu Gesprächen augfgerufen.
Das Vereinigungsministerium ließ im Gegenzug erklären, die Vorschläge seien Teil der gewohnten Taktik des Nordens, mit vorgeblichen Friedensgesten die südkoreanische Gesellschaft spalten zu wollen. Da Ministerium erneuerte zudem seine Forderung, dass Nordkorea die Verantwortung für den Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffes Cheonan und den Granatenangriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong übernehmen müsse, wenn es ernsthaft an innerkoreanischen Gesprächen interessiert sei. Auch solle der Norden in Fragen der Entnuklearisierung Aufrichtigkeit zeigen.