Südkorea hat Gespräche mit Nordkorea über dessen Angriff auf die südkoreanische Insel Yeonpyeong im Gelben Meer im November vorgeschlagen.
Falls es einen ernsthaften Dialog zwischen Süd- und Nordkorea geben soll, müsse Nordkorea zunächst die Verantwortung für die Versenkung des südkoreanischen Kriegsschiffes Cheonan und den Beschuss der Insel übernehmen, hieß es gestern in einer Erklärung des Vereinigungsministeriums in Seoul.
Außerdem müsse sich Nordkorea entschlossen zum Abbau seines Atomwaffenprogramms zeigen.
Zu diesem Zweck könnten Gesprächen zwischen den Regierungen beider Länder stattfinden, hieß es.
Südkorea reagierte mit den Forderungen auf die jüngsten Gesprächsvorschläge des Nachbarlandes.
Nordkorea hatte den Angaben des Ministeriums zufolge in verschiedenen Schreiben seine früheren Vorschläge für die schnelle Aufnahme eines Dialogs bekräftigt.
In den Schreiben schlug Nordkorea vor, am 27. Januar ein Treffen auf Arbeitsebene in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong abzuhalten, um sich über künftige Unterredungen zwischen hochrangigen Regierungsvertretungen zu beraten.
Außerdem könnten Gespräche zwischen den Rot-Kreuzverbänden beider Länder am 1. Februar in der südkoreanischen Grenzstadt Munsan stattfinden.