Nordkoreas Machthaber Kim Jong-il soll sich früher gegen die Machtnachfolge in dritter Generation ausgesprochen haben.
Das sagte Kims ältester Sohn Jong-nam der japanischen Zeitung „Tokyo Shimbun“.
Nach seiner Ansicht habe sein Vater trotzdem für die Machtübergabe an den dritten Sohn entschieden, um das Regime zu stabilisieren. Er glaube nicht, dass ein Machttransfer vom Vater auf den Sohn der Idee des Sozialismus entspricht. China habe diese Form der Machtübergabe nicht von sich aus anerkannt, sondern lediglich die von Nordkorea gewählte Machtregelung unterstützen wollen, betonte Kim Jong-nam.
Er fügte hinzu, der Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong im letzten November sei vom nordkoreanischen Militär verübt worden, um den Besitz von Atomwaffen und die militärorientierte Politik zu rechtfertigen. Daher sei ein Atomverzicht Nordkoreas kaum wahrscheinlich, solange Konfrontationen mit den USA bestehen.