Die südkoreanische Regierung setzt die Befragung von Crewmitgliedern eines nordkoreanischen Fischerbootes fort, das am Samstag die innerkoreanische Seegrenze überquert hatte.
Es sei höchstwahrscheinlich, dass das Boot beim Muschelfang vom Kurs abgekommen war, da an Bord keine Kinder waren, teilte ein Regierungsbeamter mit.
Ob die Nordkoreaner im Süden bleiben, hänge allein von ihrer Entscheidung ab. Die Regierung werde nach dem Prinzip vorgehen, die Entscheidung der Nordkoreaner zu respektieren.
Das fünf Tonnen schwere Fischerboot mit 20 Frauen und elf Männern an Bord hatte am letzten Samstag gegen elf Uhr nordöstlich der Insel Yeonpyeong im Westmeer die Nördliche Seegrenzlinie (NLL) überfahren. Nachdem die Marine das Boot nach Incheon gebracht hatte, wurden Ermittlungen aufgenommen. Bisher teilte keines der Crewmitglieder mit, in den Süden überlaufen zu wollen.
Die südkoreanischen Behörden gehen davon aus, dass die Ermittlungen wegen der großen Zahl der Besatzungsmitglieder noch Zeit brauchen.