Nordkorea soll laut dem US-amerikanischen Radio Free Asia seit 2003 Anzeichen für einen eventuellen Vulkanausbruch am Baekdu-Berg beobachtet haben.
Das Pjöngjanger Vulkanforschungsinstitut sei seit jenem Jahr dem Team für Vulkanbeobachtung im Institut für Erforschung des Sees Cheonji auf dem Gipfel des Baekdu nachgeordnet und führe eingehende Untersuchungen durch. Auch mit China würden entsprechende Informationen ausgetauscht.
Die Evakuierungsübungen, die seit dem letzten Herbst in der Provinz Yanggang stattfanden, seien für den Fall eines Vulkanausbruchs gedacht gewesen. Der Stopp des Baus einer touristischen Bahnstrecke zum Baekdu-Berg sei auch auf einen befürchteten Vulkanausbruch zurückzuführen, hieß es weiter.
Unterdessen schrieb das nordkoreanische Parteiorgan „Rodong Shinmun“, dass die Krustenbewegungen und der Eiszustand in der Umgebung des Cheonji-Sees nicht von denen im letzten Jahr abwichen. Die Tierwelt sei ebenfalls in normalem Zustand.
Der letzte Vulkanausbruch am Berg an der Grenze zu China ereignete sich im Jahr 1903.