Nordkorea hat die Rückführung aller 31 Landsleute gefordert, die Anfang Februar mit einem Fischerboot die Seegrenze zu Südkorea im Westmeer überquert hatten.
Der nordkoreanische Rotkreuzverband forderte am Donnerstag in einer Erklärung, dass der Süden die 31 Nordkoreaner zusammen mit ihrem Boot auf dem Seeweg bedingungslos und umgehend zurückschicken müsse.
Der Süden habe die Nordkoreaner wider ihren Willen festgehalten und sie dazu gedrängt, nach Südkorea überzulaufen. Das sei eine ernsthafte Provokation.
Die Rückführung der nordkoreanischen Staatsbürger sei eine Frage der Menschenrechte und der Humaniät und gleichzeitig eine wichtige Angelegenheit in Bezug auf die innerkoreanischen Beziehungen. Nordkorea werde anhand des Vorgehens in dieser Frage die Position und das Verhalten der südkoreanischen Regierung erneut beurteilen, hieß es.
Der südkoreanische Rotkreuzverband hatte zuvor am Donnerstag seinem nordkoreanischen Gegenüber mitgeteilt, dass vier der 31 Nordkoreaner den Willen bekundet hätten, in den Süden überzulaufen. Die restlichen 27 Nordkoreaner sollten am heutigen Freitag über das Waffenstillstandsdorf Panmunjeom in den Norden zurückkehren.