Südkorea prüft, ob vier Nordkoreanern, die in einem Boot in südkoreanische Gewässer abgetrieben waren und hier bleiben wollen, Briefe deren Familien ausgehändigt werden sollen.
Die Briefe hatte der Norden am Mittwoch über das Verbindungsbüro im Waffenstillstandsdorf Panmunjeom dem Süden geschickt.
Die Regierung berücksichtige die humanitäre Behandlung und die Entscheidung der vier Nordkoreaner, sagte ein Beamter in Seoul.
Dass Nordkorea Interviews mit Angehörigen der vier Fischer im Internet veröffentlicht und ihre Briefe schickt, werde mit Aufmerksamkeit verfolgt. Die Erfüllung der Forderung des Nordens, die Nordkoreaner auf dem Seeweg zurückzuführen, komme jedoch nicht in Betracht, hieß es weiter.
31 Nordkoreaner hatten Anfang Februar die Seegrenze zu Südkorea überquert. Die Übergabe von 27 Rückkehrwilligen konnte bisher nicht zustande kommen, da Nordkorea auf die Rückführung aller 31 Landsleute beharrt.