Die südkoreanische Regierung will offenbar die Wiederaufnahme der eingestellten humanitären Hilfe für Nordkorea überprüfen.
Sollte ein internationales Inspektionsteam einen Bericht zu seiner Vor-Ort-Untersuchung über die Ernährungslage in Nordkorea veröffentlichen, wolle Südkorea unabhängig von der Entscheidung der USA den Neustart der Hilfslieferungen für sozial schwache Nordkoreaner erwägen, teilten mehrere Regierungsquellen mit.
Umfangreiche Lieferungen wie in der Vergangenhneit würden jedoch eher unmöglich sein. Über Details von Hilsgütern und -methoden werde Seoul eng mit Washington beraten. In Erwägung gezogen werde, dass mehrere zehntausend Tonnen Nahrungsmittel sowie Medikamente geliefert würden, hieß es.
Zudem wurde bekannt, dass die Regierung aus Kostengründen nicht internationale Organisationen sondern einheimische Privatverbände mit der Lieferung von Hilfsgütern beauftragen wolle. Vertreter dieser Verbände sollten dabei in den Norden reisen, um eine transparente Verteilung zu garantieren.
Vertreter internationaler Organisationen, darunter des Welternährungsprogramms (WFP), hatten am 10. März ihre fast einmonatige Untersuchung über die Ernährungssituation in Nordkorea abgeschlossen. Der Bericht darüber soll dieses Wochenede in Rom veröffentlicht werden. Laut Berichten könnten die USA aus diesem Anlass ihre Hilfe für Nordkorea wiederaufnehmen.