Im Streit um sein Atomprogramm hat Nordkorea beschlossen, die beiden im Land tätigen Inspekteure der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) auszuweisen. Nach Berichten der nordkoreanischen Nachrichtenagentur Chungang hat Nordkorea dies in einem Schreiben an den IAEO-Chef Mohammed El Baradei mitgeteilt. Die Inspekteure in Youngbyon seien mit der Entsiegelung der Atomanlagen obsolet geworden, hieß es. Nordkorea kündigte zudem an, die Anlage in Youngbyon zur Wiederaufbereitung abgebrannter Brennstäbe wieder in Betrieb nehmen zu wollen. Den Schritt begründete Nordkorea damit, dass das Land seine Reaktoren wiederaufbauen und in Betrieb setzen, und dabei entstehende abgebrannte Brennstäbe in seinem Laboratorium lagern wolle. Zwei IAEO-Inspekteure kontrollieren gemäß einem 1994 zwischen Nordkorea und den USA geschlossenen Abkommen die Atomanlage in Youngbyon, rund hundert Kilometer nördlich von Pjöngjang.